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Musik

Songs nach Winnenden

Das Unfassbare vom 11. März in Songtexte packen, das Leid, die Trauer und die Wut nach dem Amoklauf von Winnenden in Melodien und Rhythmen übertragen, das haben Sänger, Musiker und Produzenten jetzt in einer einmaligen Benefiz-CD realisiert. 20 Künstler und Bands beteiligten sich an dem Projekt, jeder auf seine Weise, jeder in seinem Stil.

Mit der Mischung aus Songs von lokalen Acts und bekannten Größen präsentiert sich das Album stilistisch vielschichtig und außergewöhnlich. Emotional, sensibel und sehr ernsthaft wirken die Texte, die sich vor allem der verbreiteten Gleichgültigkeit entgegenstellen und zum Handeln auffordern, wie der Hip-Hop von Dany Fresh: „Lass uns innehalten, lass uns nachdenken. Lass uns fragen, was kann dieser Tag ändern. Lass die Trauer zu, lass dich nicht ablenken. Lass uns fragen, was kann dieser Tag ändern.“

Viele der Tracks wurden eigens für die CD produziert, auch von Musikern und Gruppen aus dem Umfeld der Opfer. Auch Deutschlands erfolgreichste Hip-Hop-Band, Die Fantastischen Vier oder Xavier Naidoo haben sich beteiligt – und wie alle Künstler und Produzenten – auf jegliche Einnahmen verzichtet. So kommen von jeder CD mindestens 5 Euro dem Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden zugute. Das Aktionsbündnis führt alle Einnahmen der neuen „Stiftung gegen Gewalt an Schulen“ zu, die im November unter dem Dach der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gegründet wurde. Die CD ist für 14 Euro zu bestellen unter:
www.aktionsbuendnis-amoklaufwinnenden.de


Sei das Wunder!

Pop-Rock, Funk und Soul, mit einem Hauch Gospel – so lässt sich die Musik von Georgio Farina beschreiben. Der in München geborene Musiker lebt heute auf der Karibikinsel Hispaniola, die sich die Staaten Haiti und Dominikanische Republik teilen. Dort versucht er mit den Einnahmen aus seiner musikalischen Arbeit das Leben der Einheimischen über Dorfschulen und Kinderkliniken zu stützen.

Seine neue CD „Train to Heaven“ ist ein in jeder Hinsicht gehaltvolles Werk. Musikalisch sowieso: Ein bombastischer, vielseitiger Sound, unter anderem mit herrlichen Bläsereinsätzen. Dazu ruhige, fast meditative Phasen – und dann wieder wunderbar arrangierte, eingängige Rocksongs. Auch textlich steckt in Farinas Musikwerken eine ganze Menge drin: Die christlich-spirituellen Lyrics machen Mut, selbst etwas in die Hand zu nehmen. Getreu dem Lebensmotto des Musikers: „Warte nicht auf ein Wunder, sei das Wunder“.
Georgio Farina, LifeLine Projekt:
„Train to Heaven“ (LifeLine/Intergroove)