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Checkliste

Checkliste für Engagierte

Was sich Freiwillige vor dem Einsatz fragen sollten

Wie lange verpflichten?
Mit welchem Zeitaufwand kann ich mich dem freiwilligen Engagement widmen? Ist ein regelmäßiger, wöchentlicher Turnus für mich passend oder ein Einsatz am Stück über einige Wochen (Workcamps) oder Monate?

Wo engagieren?
Möchte ich mich zu Hause, in der Region einsetzen, oder will ich ganz bewusst einmal „über den Tellerrand schauen“ und Dienst im Ausland leisten?

Wie verständigen?
Welche Sprachbarrieren schränken meine Auswahl grundsätzlich ein? Traue ich mir zu, eine neue Sprache am Einsatzort zusätzlich zu lernen?

Was unterstützen?
In welchen Arbeitsfeldern würde ich besonders gerne meine Hilfe einbringen? Welche Bereiche machen mich neugierig? Wo möchte ich einfach einmal reinschnuppern?

Wie vorbereiten?
Wer gibt mir Auskunft über die Einsatzstelle? Kann ich mit Ehemaligen reden? Gibt es spezielle Vorbereitungsseminare? Kann ich ein „Schnupperpraktikum“ absolvieren? Woher erhalte ich Informationen über das Gastland? Sind Schutzimpfungen oder ein Visum erforderlich?

Welche Unterbringung?
Kann ich/ will ich zu Hause wohnen? Gibt es ein Zimmer für mich? Muss ich das Zimmer mit anderen teilen?

Welche Versicherung?
Wer übernimmt die Zahlungen für meine Kranken- und Sozialversicherungen? Gibt es eine Haftpflichtversicherung für mich? (Siehe Seite 18 im Heft)

Welche Belastungen?
Wie lange muss ich täglich arbeiten? An welchen Tagen habe ich frei? Gibt es Urlaub? Mit welchen Belastungen, körperlich oder psychisch, muss ich rechnen? Welche Verantwortungen werde ich tragen müssen? Existieren gesundheitliche Risiken? Stehen mir Hauptamtliche zur Seite? Oder besteht die Gefahr, dass mein Einsatz hauptamtliche Arbeit gefährdet oder ersetzt?

Welche Leistungen?
Sind Unterkunft und Verpflegung frei? Wie viel erhalte ich an Taschengeld? Wie viele Tage habe ich Urlaub? Wird mir ein Sprachkurs ermöglicht? Erhalte ich Zuschüsse zu den Fahrtkosten? Wird mir mein Engagement bescheinigt? Gibt es ein Dienstzeugnis? (Siehe Seite 18 im Heft)

Welche Erwartungen?
Sind meine Erwartungen an einen Freiwilligendienst vorwiegend berufsbezogen (sozialer Praxistest, Spracherwerb etc.) oder persönlichkeitsbezogen (Selbständigkeit, Horizonterweiterung…). Wie wichtig ist mir ein Ortswechsel, welchen Stellenwert hat soziale Motivation (Helfen wollen, etwas für andere tun…)?
Vorsicht ist geboten, wo sich „Fluchtgedanken“ („nichts wie weg von den Problemen meines jetzigen Umfelds!“) mit unrealistischen Maximal-Erwartungen verbinden.

Welche Begleitung?
Wie ist meine persönliche Begleitung vor Ort organisiert? Gibt es Anleiter/Mentoren für mich? Wer ist Ansprechpartner in Konfliktfällen? Bin ich in Problemsituationen auf mich allein gestellt?

Welche Auswertung?
Gibt es Raum für eine abschließende Auswertung meines Einsatzes zusammen mit dem Träger? Ist der Rückblick zusammen mit anderen Freiwilligen möglich? Wer gibt mir „Feedback“ für meine Arbeit? Wer ist an meinem persönlichen Fazit interessiert? 

Werner Schulz