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Kleiderladen
Sarah-Lena Förster aus Vellmar, 19 Jahre, wartet auf einen FSJ-Platz und hilft bis dahin freiwillig im Kleiderladen in Kassel.

»Menschen, die man sonst nie getroffen hätte«

„Ich bin durch Zufall auf das GeMit-Projekt („Generationen Miteinander") gestoßen. Eigentlich war ich auf der Suche nach einer FSJ-Stelle, da ich meine Schullaufbahn in der 13. Klasse abgebrochen habe. Ich erkundigte mich also bei der Evangelischen Kirche nach freien Stellen, die natürlich nicht mehr vorhanden waren (man muss bedenken, dass das FSJ schon seit Monaten am Laufen war!) und so erfuhr ich dann vom Projekt. Da ich meine restliche Zeit bis zum FSJ nicht sinnlos vergeuden wollte, habe ich mich sofort bereit erklärt mitzuarbeiten.

Mein Arbeitsplatz ist der Kleiderladen. Meine primäre Arbeit besteht im Verkauf von gebrauchter und an uns gespendeter Kleidung zu günstigen Preisen an bedürftige Menschen. Allerdings hat man dort als GeMitler mehr Aufgaben als „nur" das Sortieren und Verkaufen von Kleidung. Oft kommen die Menschen vorbei, um ein wenig zu reden und Neuigkeiten auszutauschen. Es kommt teilweise vor, dass die Mitarbeiter die Lebensgeschichten ihrer Kunden erfahren und diesen bei Problemen zu helfen versuchen.

Das Projekt vermittelt mir Kontakt zu Menschen, die man sonst nie getroffen oder kennengelernt hätte. Da prallen oft völlig verschiedene Ansichten und Lebensweisen aufeinander, was erstaunlicherweise größtenteils konfliktfrei abläuft. Außerdem kann man sich auf diese Weise sozial engagieren und einfach etwas Gutes tun, was dem Helfer auch ein schönes Gefühl gibt."