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Sachbuch Gewaltprävention
Für alle, die haupt- oder ehrenamtlich mit Jugendlichen arbeiten, hat der Tübinger Friedenspädagoge Günter Gugel in einem neuen Handbuch wichtiges Grundwissen und praktische Tipps zum Thema Gewaltprävention zusammengetragen. Auf 736 Seiten sind eine Fülle von Informationen über unser Konfliktverhalten zu finden und zahlreiche, direkt in die pädagogische Praxis umsetzbare Vorlagen, Spiele und Übungen. Günter Gugel: „Handbuch Gewaltprävention II“ Roman Der Zivi weiß mehr
Ein spannender Sozialkrimi, dessen „Ähnlichkeiten mit real existierenden Zuständen“ natürlich rein zufällig sind Finanzielle Transaktionen auf dem Rücken behinderter Menschen; Gier nach Geld, Macht und Einfluss in einem kirchlichen Heim – und obendrein noch Fälle von Missbrauch. Das alles will der honorige ältere Herr als ehrenamtlicher Helfer in einem abgelegenen Anstaltsbetrieb erfahren haben. Ja, er habe sogar stichhaltige Beweise in der Hand, erzählt er der Journalistin Franka Maas, die in der Region für ihre Enthüllungsstories bekannt ist. Die reagiert erst zögerlich. Ein paar Mal treffen sich Senior und Pressefrau zu geheimen Gesprächen. Viel an Information hat der ältere Herr noch nicht preisgegeben – als er plötzlich tot aufgefunden wird. Kann das Zufall sein? Oder hatte jemand zu große Angst vor dem Wissen des Mannes? Der Jagdinstinkt der Journalistin jedenfalls ist angetriggert. Jetzt will sie mehr wissen, jetzt muss sie nachbohren. Schlüsselfigur bei ihren Recherchen wird der ehemalige Zivi Christoph. Er scheint eng mit dem älteren Herrn befreundet gewesen zu sein. Er scheint mehr zu wissen. Tatsächlich rückt Christoph allmählich auch mit schockierenden Geschichten heraus: Einer seiner Zivi-Kollegen sei vom Personalchef des Heims sexuell belästigt und erpresst worden. Kann das alles wirklich wahr sein? In einer kirchlichen Einrichtung? Die Autorin Ursa Koch hat ihren Roman „Die Heiligenscheinhändler“ geschrieben, als von der Welle der Berichte über sexuellen Missbrauch hinter Internats- und Anstaltsmauern noch nichts zu ahnen war. Die aktuellen Entwicklungen verleihen dem Buch eine zusätzliche Brisanz. Aber auch darüber hinaus fasst der Sozialkrimi einige heiße Eisen an, die mit Machtstrukturen in großen sozialen Institutionen zu tun haben und die – bislang jedenfalls – nur sehr selten öffentlich zum Thema werden. Ursa Koch: „Die Heiligenscheinhändler“ Arbeitsbuch Lebensgeschichten
Als Zivi im Altenpflegeheim braucht man starke Nerven. Alltagsbewältigung ist gefragt. Aber genauso wichtig ist es auch, alte Menschen gefühlsmäßig ‚abzuholen’. Das gilt auch für verwirrte Personen. Aber wie kann ich da ein Gespräch beginnen? Wie kann ich auch den verwirrten Menschen zum Partner werden lassen und die Begegnung anregend für beide Seiten gestalten? Mit seinen ‚Lebensgeschichten’ ist Hendrik Haase etwas ganz Besonderes gelungen: Auf stabilem Karton, in handlichem Kartenformat sieht man 25 Gegenstände oder Personen, die in die Kindheit und Jugend der heute 70- bis 90-Jährigen führen. Auf der Rückseite stehen jeweils einige Fragen, die den Gesprächseinstieg erleichtern, dazu ein kurzer Text mit ein wenig Hintergrundwissen. Im Umgang mit den Karten gibt es keine Fehler. Die Gesprächspartner begegnen sich mit Interesse und Empathie. Die Erinnerungen werden zum Türöffner für Emotionen, durch das Erzählen gewinnt der demente Mensch Selbstvertrauen und erobert sich ein Stück der eigenen Identität wieder zurück. Das Material ist so offen, assoziativ und emotional aufgeladen, dass jeder, der es in die Hand nimmt, rasch eine individuelle Verwendungsmöglichkeit dafür entdecken wird. Ein beigelegter Kurzleitfaden zur Gesprächsführung gibt weitere hilfreiche Anregungen. Hendrik Haase: „Lebensgeschichten“ Mit alters-verwirrten Menschen ins Gespräch kommen. |
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